♀ Eden Academy – Du kannst dich nicht verstecken (Lauren Miller) [Rezension]

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Im Jahre 2030 sind fast alle Menschen
mit dem Smartphone-Nachfolger „Gemini“ ausgestattet und überlassen ihre
Entscheidungen nur zu gern der App „Lux“.
Die „innere Stimme“, die den Menschen
früher reinredete, wird als Krankheit gesehen und mit Psychopharmaka behandelt.
Rory ist eine wirklich gute Schülerin.
Dennoch kann sie es kaum glauben, dass sie auf der Elite-Schule „Eden Academy“
angenommen wird. Die Schule, an der auch ihre verstorbene Mutter gewesen war.
Bald schon erfährt sie Dinge, die sie
bisher für unmöglich gehalten hat und der Geheimbund der „Auserwählten“ möchte
sie in ihren Reihen haben.
Doch Rory hat ein Geheimnis: Sie selbst
hört immer wieder die innere Stimme, den „Zweifel“, und muss dies verbergen, um
nicht von der Schule zu fliegen.

Wie passt die ehemalige Schulzicke
Hershey in ihr neues Leben? Oder der mysteriöse North?
Ich muss sagen, meine Erwartungen an
„Eden Academy“ waren so ganz anders als die Geschichte, die ich bekommen habe.
Der Klappentext klang nach mehr oder weniger einer typischen
Fantasy-Academy-Story. Umso erstaunter war ich, als ich mit dem Lesen begonnen
habe…
Gleich zu Beginn werde ich in das
Zukunftsszenario geworfen, in dem die App „Lux“ den Menschen Entscheidungen
abnimmt und ihren Tagesablauf mehr oder weniger streng bestimmt. Gepaart mit
der Social-Media-Seite „Forum“, die mehr als nur kleine Parallelen zu Facebook
aufweist, entsteht ein digitales Leben, in dem eigentlich jeder Schritt von
anderen verfolgt werden kann.
Ich lebte mich schnell in diese moderne
Welt ein und war dann schockiert zu hören, dass der „Zweifel“, die innere
Stimme
, als Krankheit angesehen wird und behandelt werden muss. Ich erfuhr,
dass der Zweifel mit erhöhtem Online-Konsum und anderen Methoden verdrängt
werden kann, was schnell klar macht, dass es sich hier eindeutig um eine
Beeinflussung der Menschen handelt. Was diese jedoch nicht mehr bemerken.
Auf der renommierten Elite-Schule „Eden
Academy“ bekommt Protagonistin Rory geheime Botschaften und die Einladung, zur
Prüfung für einen Geheimbund anzutreten. Ein Geheimbund, dessen Einfluss erst
im Laufe der Geschichte aufgedeckt wird.
Lauren Miller hat einen kurzweiligen
Schreibstil und ohne zu detailreich zu beschreiben, konnte ich mir das von ihr
geschaffene Szenario gut vorstellen. Der Weltentwurf ist erschreckend
realitätsnah, die Beeinflussung der Menschen durch gezielte Werbung ist auch
heute nicht fremd und die Autorin spinnt diese Macht gekonnt weiter.
Durch die Rätsel und schulischen
Aktivitäten
bleibt es stets spannend und ich blieb an den Seiten hängen. Der
Beziehungsanteil hätte meiner Meinung nach nicht unbedingt sein müssen und
wurde von mir eher als störend und unglaubwürdig und gewollt (es ist ein
Jugendbuch, da muss ein mysteriöser Junge dabei sein…) empfunden, schadete aber
dem weiteren Verlauf der Geschichte nicht.

Ab einem gewissen Punkt der Handlung
fand ich die Beziehung als etwas zu übertrieben und weit hergeholt, dass ich
mich erst mit dieser Tatsache arrangieren musste, was mir den Spaß am Szenario
leider etwas nahm. Mit dem Ende hingegen war ich zufrieden und vor allem die
Moral von der Geschichte wird sicher noch ein wenig nachwirken.
„Eden Academy – Du kannst dich nicht verstecken“ war ganz anders als
erwartet. Hatte ich an eine typische Fantasy-Story mit mysteriösem Jungen gedacht,
bekam ich einen Sci-Fi-Geheimbund-Jugendthriller mit einer Kernaussage, deren
Anfänge bereits jetzt erschreckend real sein könnten. Irgendwann wurde es etwas
too much und die Lovestory hätte auch nicht unbedingt sein müssen, was in Summe
zu knappen 4 Büchern führt.
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13 KOMMENTARE

  1. Halli hallo
    Ich habe gerade gestern Abend mit dem Buch begonnen bin also noch ganz am Anfang 😉
    Ich bin eigentlich ganz froh, dass es nicht in die Richtung Urban Fantasy geht bin aber auch neugierig wie es mir mit der Liebesgeschichte ergehen wird, da bin ich ja besonders heikel 😉

    Liebste Grüsse
    Bea

    • Halli hallo
      Ich vergebe dieselbe Bewertung von auch knappen vier Sternen.
      Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck die Autorin hat irgendwie den roten Faden verloren. Deshalb kam es dann bei mir auch immer wieder zu einem Spannungsabfall, könnte vielleicht tatsächlich daran liegen dass dann auf die Beziehung mehr Wert gelegt wurde.
      Auch war es mir manchmal fast ein bisschen zu kompliziert wenn du weisst was ich meine…
      Allerdings hat mich die Idee schon begeistert und auch nachdenklich gestimmt, du hast recht gar nicht weit hergeholt!
      Liebe Grüsse
      Bea

    • Ich finde, die hätte einfach nicht sein müssen. Mit dem roten Faden gebe ich dir recht. Der war zwischendurch gut versteckt 🙂
      Aber schön, dass es dir auch gefallen hat. Mal etwas ganz anderes.

      Liebe Grüße

      Steffi

  2. Heyho,

    die Geschichte finde ich sehr interessant, gerade weil sie bei uns doch so langsam real werden könnten. Es ist irgendwie leicht beängstigend.
    Das Buch werde ich mir auf alle Fälle mal merken. 🙂

    Liebe Grüße,
    Ruby

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