♀ Helden des Olymp – Der Sohn des Neptun (Rick Riordan) [Rezension]

Percy Jackson ist auf der Flucht. Er
kann sich nicht an seine Vergangenheit erinnern, nur Bilder eines Mädchens
namens Annabeth tauchen ab und zu in seinem Kopf auf. Von zwei Gorgonen gejagt,
stolpert er beinahe zufällig in die Halbgöttern Hazel und Frank, die ihn durch
einen Tunnel nach „Rom“ führen. Percy landet im Camp Jupiter, dem
sicheren Ort für Halbgötter der Römer, aufgebaut wie eine römische Stadt. Percy
fühlt sich einerseits wohl, andererseits weiß er, dass es nicht der Ort ist, an
den er hingehört. Und dann gibt es da noch zwei Halbgötter, die mehr über Percy
zu wissen scheinen. Einer davon ist Nico DiAngelo, der in Camp Jupiter eine
Außenseiterrolle einnimmt.
Der römische Kriegsgott Mars taucht
höchstpersönlich auf und schickt seinen bis dato nicht anerkannten Sohn Frank
auf eine Mission. Mit dabei sein muss auf jeden Fall Percy Jackson. Sie sollen
den Gott des Todes – Thanatos – befreien, der von Gaias Gefolge – den Giganten –
gefangen gehalten wird. Bis dahin werden alle Toten wiederkehren. Nur so kann
Gaia alle Monster, die sie braucht, aus der Unterwelt befreien.
Erneut hat mich Rick Riordan mit seinem
gigantischen Weltentwurf begeistert. Nachdem Band 1 der „Helden des
Olymp“ mit drei völlig neuen Charakteren aufwartete, treffen wir in
„Der Sohn des Neptun“ auf den „verschwundenen Halbgott“
Percy Jackson
, der ebenfalls durch Hera/Juno seine Vergangenheit vergessen hat
und in eine völlig andere Welt eingeführt wird. Zur Seite stehen ihm zwei
Halbgötter von Camp Jupiter, die beide ebenfalls eine sehr interessante und
bewegte Vergangenheit haben. Hier zeigt sich erneut das Talent des Autors,
tiefgründige und vielschichtige Charaktere zu erschaffen
, die alle in einem großen
Ganzen miteinander verknüpft sind. Um die einzelnen Charaktere besser zu
verstehen, wechselte Rick Riordan die Perspektive des personalen Erzählers.
Insbesondere Hazel hat mich mit ihren Flashbacks durchweg neugierig gemacht und
ich wollte unbedingt erfahren, was vor so vielen Jahren mit ihr geschehen ist.
Die Präsenz der Giganten und die
„Prophezeiung der 7“ zeigt sich auch in diesem neuen Szenario,
weshalb man nie den roten Faden der Reihe aus den Augen verliert. Der neuen
Tiefe des Weltenentwurfs durch die römischen Götter in Band 1 hat Rick Riordan
mit dem römischen Camp in Band 2 und der ersten zarten Verbindung zur
chinesischen Mythologie noch eins oben drauf gesetzt. Erneut gibt es einen
„Auftrag“, der einen kleinen Schritt in die richtige Richtung im
Kampf gegen die Giganten und Gaia darstellt, und dabei gilt es, jede Menge
Hürden zu überwinden. Wie beiläufig fließen Percys Visionen in die Geschichte
ein, wie er einen riesigen Hund und einen Zyklopen durch die Wüste rennen und
seinen Namen rufen sieht, wie andere Halbgötter ein seltsames Schiff mit einem
Drachenkopf bauen… Ich bin noch immer tief beeindruckt vom Umfang dieser Welt
und kann mich vor all den Zusammenhängen nur verneigen.
Doch nicht nur die alte Mythologie
findet in diesem Band Erwähnung: Ich war tief beeindruckt und musste schmunzeln
bei Rick Riordans Interpretation der modernen Amazonen. Wer das Buch gehört
oder gelesen hat, wird verstehen, was ich meine.
Die Spannung, die von Anfang an auf sehr
hohem Niveau liegt, steigt kontinuierlich an und nimmt gen Showdown immer
weiter zu. Ein Showdown gefolgt von einem Ende, das erneut Lust auf mehr macht.
Das Abenteuer von Percy, Hazel und Frank
konnte mich wunderbar unterhalten, zu einem absoluten Hörgenuss wurde es jedoch
erneut durch Marius Clarén, der den Charakteren so authentisch Leben
eingehaucht hat wie in einem Hörspiel. Ich freue mich schon auf das nächste
Hörbuch „Das Zeichen der Athene“, das zum Glück schon hier
bereitliegt.
Auch wenn meine Begeisterungsstürme für
Rick Riordan und seine geniale mythologisch-moderne Welt langsam langweilig
werden: Tief beeindruckt von dem Abenteuer der Halbgötter, gepaart mit der
fantastischen Erzählstimme von Marius Clarén kann ich nicht anders, als auch
für „Den Sohn des Neptun“ eindeutige 5 Bücher zu vergeben.
1. Der verschwundene Halbgott (Rezension)
2. Der Sohn des Neptun
3. Der Palast der Athene
4. Das Haus des Hades
5. Originaltitel: The Blood of Olympus

10 KOMMENTARE

  1. Sehr schöne und ausführliche Rezension! Ich muss die Reihe auch unbedingt kaufen und lesen. Es klingt, als ob es mir wirklich gut gefallen könnte und passt voll in mein Leseschema, danke für den Tipp!

    Liebste Grüße,
    Nazurka

  2. Ich liebe die Bücher von ihm genauso sehr! Es ist einfach gigantisch wie er den Mythologien neues Leben einhaucht, aber auch Dinge die vor ein paar Büchern passiert sind wieder einfließen lässt! 🙂 Bin froh jemanden gefunden zu haben der die Bücher auch liebt! Freue mich auf seine neue Reihe und das letzte Buch dieser Reihe 🙂
    Vielen Dank für diese wundervolle Rezension!

    • Ich kann einfach nur schwärmen und hätte meinem Sohn glauben sollen, als er so begeistert war…
      Im Herbst ist es so weit und wir erleben den letzten Kampf 😮

      Liebe Grüße

      Steffi

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