☺ Das magische Minus – Zahlenjagd im Labyrinth (Ina Krabbe) [Rezension]

Erneutes „Chaos in der Zauberschule“
(Titel Band 1)? Ja. Denn plötzlich tauchen längst ausgestorbene magische Wesen
auf und – schlimmer oder gut so? – alle Zahlen verschwinden.
Was im ersten Moment nach Spaß ohne
Mathematik klingt, hat weitreichende Folgen.
Marlon, Clarissa und Emma müssen die
Zahlen zurückholen.
Den ersten Band „Das magische Mal –
Chaos in der Zauberschule“ fanden wir wunderbar, die mathematischen Rätsel
waren toll in die Geschichte eingebunden und somit war ich gespannt, was mich
beim „Magischen Minus“ erwarten würde.
Ina Krabbe konnte mich auf ganzer Länge
begeistern. Sie hat nicht eine „Wiederholung“ von aneinandergereihten
Minus-Aufgaben/Rätseln geschaffen, nein. Sie hat eine spannende Geschichte
entwickelt, die vor allem eins deutlich macht: Wenn es keine Zahlen mehr gibt,
herrscht absolutes Chaos. Das fängt schon in den ersten Kapiteln an. Denn ab
dem Moment, in dem die Zahlen verschwinden, gibt es an Stelle der Seitenzahlen
nur noch einen verwischten Fleck und Kapitelangaben in römischen Ziffern. So
spürt man das Fehlen als Leser noch intensiver – denn ohne Lesezeichen ist man
verloren.
Doch auch für die Charaktere Marlon,
Clarissa und Emma ist es nicht einfach: In der Zauberschule beinhalten die
meisten Zaubersprüche Zahlen. Die Folge: Es kann nicht mehr gezaubert, ja nicht
einmal gekocht werden. Pausen werden nach Ermessen und Gefühl gemacht, denn die
Zahlen auf der Uhr sind natürlich auch verschwunden. Bezahlen am Kiosk und
leckere magische Süßigkeiten besorgen? Ein schwieriges Unterfangen, wenn es keine
Preise mehr gibt.
Und hier setzen die Knobelaufgaben ein.
Denn natürlich gibt es in einem Buch ohne Zahlen keine Rechenaufgaben zu lösen.
Diese Knobelaufgaben haben es wirklich in sich und machten selbst mir Spaß –
von der Zielgruppe (die das Buch wieder sofort in die Schule mitnahm) ganz zu
schweigen.
Die Rätsel mehren sich, als sich Marlon,
Clarissa und Emma in das „Labyrinth ohne Wiederkehr“ aufmachen, um
die verschwundene Zahlen zurückzubekommen, die das „Magische Minus“
gefressen hat – weitere Rätsel und Begegnungen mit seltsamen magischen Wesen
erwarten sie dort.
Die Illustrationen von Ina Krabbe
lockern die Geschichte perfekt auf und ergänzen die Vorstellungsfähigkeit der
Aufgaben und magischen Wesen.
„Das magische Minus – Zahlenjagd im
Labyrinth“
toppt seinen Vorgänger in Sachen Spannung und Abenteuer.
Knobelspaß, magische Wesen und die Erkenntnis, dass die Welt ohne Zahlen nicht
funktionieren würde, machen aus dem Buch eine absolut empfehlenswerte
Geschichte, die sich die 5 Spielsachen locker verdient hat.

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