♀ Waterfire Saga – Das erste Lied der Meere (Jennifer Donnelly) [Rezension]

Am Tag der Dokimí, kurz nach der
Demonstration der Liedmagie der Prinzessin wird Cerulea angegriffen. Prinzessin
Serafina kann nur knapp einer Gefangennahme entkommen. Gemeinsam mit ihrer
Freundin Neela flieht sie und stellt fest, dass die Albträume, die Serafina
quälen, auch von Neela geträumt wurden.
Sie handeln von „Märchenfiguren“, den
Iele, Flusshexen, die vor langer Zeit ein Ungeheuer eingesperrt haben, das sich
nun zu erheben scheint. Serafina und Neela werden von ihnen gerufen. Kann es
sein, dass die Iele keine Sagengestalten sind?
„Das erste Lied der Meere“ fand per
Flaschenpost seinen Weg zu mir und ich konnte dem Ruf der „Waterfiresaga“ nicht
lange widerstehen.
Gleich zu Beginn wurde ich mit der
Meereswelt von Prinzessin Serafina konfrontiert. Sie steht kurz vor der Dokimí,
der „Tauglichkeitsprüfung“ für die zukünftige Regentin von Miromara, dem Reich
ihrer Mutter.
Mir wurden zahlreiche unbekannte Wörter,
„Stolperwörter“ in Form von Namen, Begrifflichkeiten und historischen
Ereignissen vorgesetzt, deren Umfang mich vorübergehend aufstöhnen ließ. Trotz
des leichten und kurzweiligen Schreibstils von Jennifer Donnelly und den vielen
Dialogen fiel es mir schwer, mich in diese Unterwasserwelt hineinzudenken.
Insbesondere die Dialoge waren so „gewollt“ auf Informationen getrimmt, das ich
die Augen verdrehen musste. So zog sich das erste Drittel nahezu ereignislos
und beschreibt nur die äußeren Umstände der Protagonistin, ihre Verbindung zu ihrem
„Zukünftigen“ und den aktuellen Geschehnissen im Reich Miromara, das kurz vor
dem Krieg mit einem ehemals verbündeten Reich steht.
Erst als Serafina ihren großen Auftritt
hat und ein Angriff erfolgt, konnte mich die Autorin mehr und mehr an ihre Geschichte
fesseln.
Insbesondere der fantastische Aspekt hat
es durchaus in sich. Zahlreiche Details aus dem normalen Unterwasserleben zogen
mich mehr und mehr in die Tiefe, Blutmagie, Liedmagie und zahlreiche Zauber
hielten mich auf den Seiten, aber auch Nebenaspekte wie die Vitrina, die
verstorbenen Seelen eitler Menschen, die in Spiegeln gebannt sind, begeisterten
mich.
Die Legende der Iele,
„Kindergeschichten“, wie die Charaktere glauben zu wissen, nimmt mehr und mehr
Gestalt an und Serafina macht sich gemeinsam mit ihrer Freundin Neela auf die
Reise zum Ursprung der Legenden, stets auf der Flucht vor den Todesreitern.
Ihnen offenbaren sich mehr und mehr die unzähligen Intrigen, die gesponnen
wurden und vielleicht die ganze Meerwelt vernichten könnten.
Die Protagonistin Serafina wirkt im
ersten Moment sehr oberflächlich, wächst innerhalb dieses ersten Bandes jedoch
über sich hinaus und freundet sich mit der Situation an. Die Nebencharaktere
außer ihrer besten Freunden Neela blieben alle vorerst recht blass, manch
einer, dem ich beim Kennenlernen einen größeren Auftritt angedacht hatte,
gerieten nach kürzester Zeit in Vergessenheit.
Ab dem Wendepunkt der Geschichte stieg
die Spannung kontinuierlich an, auch actionreiche Szenen und gut eingebundene
Legenden ließen einen Lesesog entstehen, dem ich mich irgendwann nicht mehr
entziehen konnte. Nun bin ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Der Auftakt zur „Waterfire Saga“ führt
lange Zeit nur in die komplexe Unterwasserwelt ein. Neben zahlreichen magischen
Momenten hält die zweite Hälfte jedoch auch in Sachen Spannung und Action
einiges für den Leser bereit. Sehr gute 3 Bücher für „Das erste Lied der
Meere“
.
Wer von Magie und Legenden begeistert
ist und eine neue Interpretation von Atlantis hören will, sollte Serafina und
die Iele unbedingt kennenlernen.
1. Waterfire Saga – Das erste Lied der
Meere
2. Originaltitel: Rogue Wave
(Erscheinungstermin Januar 2015)
3. ?
4. ?

8 KOMMENTARE

  1. Halli hallo

    Hi, hi Meereswesen und ich dass ist ja immer so ne Sache 😉 ( wie mit den Vampiren…)
    Ich denke das Buch ist eher nichts für mich. Könnte mir auch vorstellen dass es mir ein bisschenl too much wäre ( wenn du meinst was ich meine? )

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Irgendwie erinnert mich im ersten Moment JEDES Unterwasser-Buch an Arielle (die hat mich wohl sehr geprägt vor vielen, vielen Jahren 🙂 ).
      Die Idee war echt gut – nur hatte ich wohl ganz falsche (andere?) Erwartungen. Band 2 werde ich dennoch lesen – weil es hat sich ja kontinuierlich gesteigert.

      Liebe Grüße

      Steffi

  2. Schade! Das Buch klang vielversprechender. Dennoch, dein Fazit zeigt mir, dass es doch was für mich sein könnte, also bleibt es weiterhin auf meiner Wunschliste. Danke für deine Meinung!

    Liebste Grüße,
    Nazurka

  3. Huhu Steffi,

    oh schade nur 3 Sterne. Der Klappentext klang wirklich toll und das Cover ist sooo schön. Aber es hört sich ja so an, als wenn es dich gegen Ende wieder mehr überzeugen konnte.

    Liebe Grüße
    Sandra

  4. Danke für die Rezi. War mir nicht sicher, ob das Buch in mein SUB kommen soll. Aber jetzt werde ich es mir glaube ich doch zulegen 🙂 vielen dank!

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