☺ Gespensterjäger auf eisiger Spur (Cornelia Funke) [Rezension]

Tom soll im Keller Orangensaft besorgen.
Obwohl er sich vor den Spinnen und all dem Zeug in dem düsteren Keller
fürchtet, stapft er los.

 

Doch kaum, dass er den Keller betreten hat, platzt die Glühbirne und eine
eiskalte Hand scheint ihn zu packen.

 

Gerade noch mit dem Leben davongekommen,
erzählt er seinen Eltern und seiner großen Schwester von dem Gespenst – doch alle
lachen ihn nur aus. Bis auf seine Oma, die Tom zu einer Freundin schickt, die
sich mit „solchen Sachen“ auskennt…
Das nachtleuchtende Cover und die
schaurig-lustige Inhaltsangabe haben uns neugierig gemacht und wir stürzten uns
in die Seiten.
Schnell wurden wir mit Toms größter
Angst – dem Keller – und der noch viel größeren Angst – vor Gespenstern –
konfrontiert.

 

Wir konnten richtig mit ihm mitfühlen, als er sich ängstlich zurückzieht und
keiner ihm glaubt. Bis seine Oma zu Besuch kommt und ihm einen Tipp gibt, wo er
sich Hilfe suchen kann: bei ihrer besten Freundin Hedwig Kümmelsaft.

 

Mithilfe der Ratschläge der alten Frau
kann Tom das Gespenst besiegen – doch schon ist das nächste Problem da: Denn
das Gespenst Hugo ist eigentlich gar nicht so schrecklich und will nicht im
Keller spuken. Leider wurde es von einem unglaublich ekelhaften Gespenst (UEG)
aus seiner alten Villa vertrieben.
Nun muss sich Tom seiner Angst stellen
und gemeinsam mit Frau Kümmelsaft das schaurige UEG bekämpfen.
Die altersgerechte Sprache des Buches
machte es uns leicht, durch die Kapitel zu huschen. Spannung und Gänsehaut sind
garantiert. Einziges Manko war die Sprache der Gespenster. Ich tat mich beim
Vorlesen und selbst lesen sehr schwer, den verzerrten Sätzen mit den
ausgetauschten Vokalen zu folgen und vermute, dass es Leseanfängern erst recht
sehr schwer fällt. Natürlich hebt diese Besonderheit die Gespenstersprache von
den anderen Dialogen ab, aber insbesondere beim Vorlesen wähle ich sowieso eine
„Gespensterstimme“ und komme dabei definitiv weniger ins Stocken.
Die Illustrationen sind
gruselig-schaurig, wie es sich für ein Gespensterbuch gehört, jedoch wie auch
der Text nie so schlimm, dass die Zielgruppe damit überfordert sein könnte.
Die Bekämpfung des UEG hat mir äußerst
gut gefallen. Allerhand Tricks und Kniffe, die es zu beachten gilt, sind auch
im Ratgeber innerhalb des Buches aufgelistet.

 

Natürlich führt Cornelia Funke ihre
Gespenstergeschichte zu einem guten Ende (für wirklich alle – inklusive Problemlösung
für nervige Schwestern) und macht trotzdem neugierig auf die
Fortsetzung.
„Gespensterjäger auf eisiger Spur“ macht
die Jungleser und Zuhörer mit den verschiedenen Arten von Gespenstern vertraut
und zeigt, wieviel Mut und Stärke einem aus Hilfsbereitschaft wachsen kann.
Lediglich die Gespenstersprache, die mich oft ins Stolpern brachte, war für
mich ein Kritikpunkt. Daher 4 Spielsachen für den ersten Teil von Cornelia Funkes
Gespensterjägern.

2 KOMMENTARE

  1. Ich liebe ja Cornelia Funke 🙂 ihre Bücher sind eigentlich immer toll. Auch dieses Buch klingt wieder richtig witzig. Vorallem auch für die jüngeren Leser (ca.10/12) bestimmt cool 🙂 Liebe Grüße Jessie

    • Also mein Kleiner fand es total lustig. Ich fürchte, dass es für die damalige Zielgruppe (ist ja schon etwas älter, die Geschichte) noch passend war – heute sind die Kids jedoch anderes gewohnt. 🙁
      Mein Großer ist ja 10 und fand es etwas langweilig… Von daher würde ich es eher für die 2. oder so empfehlen.

      Liebe Grüße

      Steffi

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here