♀ Sternensturm (Kim Winter) [Rezension]

Acht Wochen nach Toms Befreiung und
Mias Kopfverletzung scheint das Leben im ersten Moment wieder normal zu sein –
doch mittlerweile 38 verschwundene Kinder hängen als untrüglich schlechtes
Zeichen über der Stadt.

 

Doch auch Iason hat „Probleme“. Das
Außenministerium von Loduun fordert eine Beziehung zu seiner empfohlenen
Partnerin. Und das ist noch nicht das Schlimmste: Mia hört eine seltsame
Stimme, sieht Dinge, die allem Anschein nach nicht da sind – und dann ist
plötzlich ihre Freundin Barbara verschwunden und mit neuen Wendungen stürzt
Mias Leben in sich zusammen.
Nach meiner Begeisterung für
„Sternenschimmer“ musste ich direkt zu Band 2 greifen.
Gleich zu Beginn durfte ich einen
Blick auf Loduun und dem bedeutungsschweren Tod eines Sehers werfen, der mich
sofort neugierig machte.
Die einleitenden Kapitel bargen etliche kurze Rückblicke auf den letzten Band,
damit vieles auch nach größeren Unterbrechungen wieder gegenwärtig wird.
Die Probleme für Mia werden mit jedem
der weiteren Kapitel mehr und mehr und ihre Beziehung zu Iason steht alles
andere als unter einem guten Stern. Eine loduunische Beziehung, eine
verschwundene Barbara, seltsame Stimmen und nach dem Eklat ein total
abweisender Iason, der scheinbar nur aufgrund seines Sinns noch an Mias Seite
ist.
Für mich war dieser Teil – insbesondere die narrativen Parts über Mias innere
Zusammenbrüche – beinahe zu dramatisch und ich fühlte mich nicht mehr ganz so
sehr mit ihr verbunden. Lichtblick während dieser Zeit war der Neuankömmling
Taria, eine Loduunerin, die ganz andere Einblicke in den Krieg und dessen
Vorgeschichte gibt, sowie die kurzen Abschnitte in dritter Person auf Iason und
Finn, die auf geheimnisvolle Art mehr als nur neugierig machten.
Die „Liebe“ zwischen Mia und Iason entwickelte sich im zweiten Band zu einer
Story à la Romeo und Julia. Im Vergleich zu den Wächtern aus Loduun waren die
Irden trotz ihrer abneigenden Haltung und den Hetzereien beinahe freundlich
gesinnt.

 

Je weiter die Geschichte voranschritt,
desto mehr offenbarte Kim Winter Hintergründe ihrer Kriegswelt, gab Charakteren
eine Vergangenheit, die ich oftmals so nicht erwartet hatte, das ein oder
andere Mal jedoch auch vorhersehbar war. Nichtsdestotrotz wurde ich durch die
Geschichte getrieben. Nicht zuletzt, weil Kim Winter mir es durch wirklich
fiese Cliffhanger am Kapitelende
unmöglich machte, das Buch zuzuschlagen. So
ging es rasant der finalen Gegenüberstellung entgegen, stets auf der Hut und
nicht im Wissen, wer wirklich auf welcher Seite steht. Über den kampflastigen
Showdown
hinweg führte mich die Autorin dann zu einem ruhigen Ende, mit dem ich
(vorerst) gut leben kann. Doch bald schon muss ich zum letzten Teil der
Trilogie greifen.
„Sternensturm“ steht seinem Vorgänger
in Sachen Spannung in nichts nach. Der dramatische Teil der Geschichte war mir
für meinen Geschmack jedoch ein wenig zu viel. Die fantastische Story und die
tollen Charaktere in der von Kim Winter so interessant gestalteten Welt konnten
mich jedoch über die dadurch entstandenen Längen hinwegtrösten. 4 Bücher für
„Sternensturm“.
1. Sternenschimmer (Rezension)

 

2. Sternensturm

 

3. Sternenstaub

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