♀ Hope – Fluchgebunden (Tine Armbruster) [Rezension]

Hope führt als Prinzessin des
Königshauses Ocean Mayrin ein gutes Leben. Doch ihre Neugierde treibt sie oft
an die Wasseroberfläche, hin zu den Menschen. Dorthin, wo ihre Tante
verschwunden ist.
Eines Tages sieht sie ihn: Gabriel.
Der erste Mensch, der sie völlig in seinen Bann zieht, für den sie es wagt, den
Zauber zu sprechen und an Land zu gehen.
Gabriel ist völlig fasziniert von
diesem neuen Mädchen, Hope. Und das liegt nicht nur an der geheimnisvollen Aura
um sie herum. Sie scheint ihn magnetisch anzuziehen. Selbst die Stimme in
seinem Kopf flüstert ihm ein, zu ihr zu gehen – bis sie ihn auffordert, sie zu
töten.
Ich bin schon lange um das Buch
herumgeschlichen, zu fasziniert bin ich von den Unterwasserwesen. Der Fluch
machte mich neugierig und so startete ich in die Geschichte.
Der Prolog gab mir einen kleinen
Vorgeschmack auf die späteren Geschehnisse, erwähnte Dinge, die ich noch nicht
erahnen konnte und schürte meine Neugierde.
Mit dem ersten Kapitel bekam ich dann
einen ersten Einblick in die Unterwasserstadt von Ocean Mayrin im Jahre 1609
und der Aussprache des Fluches. Nur wie sich dieser äußerte, blieb mir die
Autorin schuldig.
Im Anschluss lernte ich Hope kennen.
Die Prinzessin der Unterwasserstadt, die sich sehr für die Menschenwelt
interessiert. Unwillkürlich schoss mir eine höchst bekannte Meerjungfrau in den
Kopf, die dieselbe Begeisterung über Zweibeiner und allerhand menschliche Dinge
hegte. Auch Hope verguckt sich in einen Menschen, von dem sie wie magisch
angezogen wird. Dann jedoch unterscheiden sich ihre Wege.
Denn für Hope läuft zunächst alles
sehr gut. Ihr „Mensch“ Gabriel fühlt sich mindestens genauso zu ihr
hingezogen wie sie sich zu ihm.
Durch die Perspektivenwechsel bekam
ich als Leserin viele Einblicke in seine Gedankenwelt. Und hörte die
„Stimme“, die ihm Dinge zuflüstert,
seit er Hope kennengelernt hat. Gerade diese Stimme machte mich neugierig und
trieb mich durch die Seiten, unaufhaltsam dem Punkt entgegen, den ich schon zu
Beginn des Buches gelesen hatte.
Der Klappentext verrät mehr als das
erste Drittel und so zog sich der „Anfang“ gefühlt etwas in die
Länge. Als ich dann aber in der Welt von Hope und Gabriel gefangen war, gab es
kein Halten mehr.
Die Idee von Tine Armbruster fand ich
äußerst gelungen. Ich lernte gemeinsam mit der Nixe Hope die Menschenwelt
kennen, genauso unwissend wie sie, was auf sie zukommen würde. Amüsant waren
hier auch die vielen „verwirrenden“ Dinge, denen Hope so begegnet.
Insgesamt kam der Humor nie zu kurz. Unter der Wasseroberfläche wartet Hopes
beste Freundin Mia
mit zahlreichen Sprüchen auf, die mir ein Lächeln aufs
Gesicht zauberten. Und auch die „Unterwassersprache“ mit ihren
angepassten Sprichwörtern hat mir sehr gut gefallen.

 

Den Schreibstil der Autorin fand ich
sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Spannung stieg nach den bereits
erwähnten ersten „Längen“ kontinuierlich an und ich wurde von der
einen oder anderen unerwarteten Wendung überrascht. Im Showdown holte Tine
Armbruster dann noch alles aus ihren Charakteren und dem Fluch heraus, ehe sie
ihre Geschichte zu einem rundum gelungenen Ende bringt.
Mit „Hope – Fluchgebunden“
hat Tine Armbruster ein Stand-Alone geschaffen, das keine Meerjungfrauenwünsche
offen lässt. Eine toll skizzierte Unterwasserwelt, eine nicht zu kitschige
Lovestory und eine Prise Humor ließen mich über den etwas längeren Einstieg
hinwegsehen. 4 Bücher für Hope und Gabriel.
Wer Meerjungfrauen und die
Unterwasserwelt ihrer wohl berühmtesten Vertreterin liebt, wird auch Gefallen
an Hope und ihrer schicksalhaften Beziehung finden.

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