♀ Legend 3 – Berstende Sterne (Marie Lu) [Rezension]

Acht Monate sind vergangen, seit Day
mit seinem Bruder Eden nach San Francisco gezogen ist, um dort medizinisch
versorgt zu werden. Von June hat er in dieser Zeit nichts gehört.
Als die Friedensverhandlungen mit den
Kolonien eingestellt werden, treffen sie wieder aufeinander – doch die
Vorzeichen stehen schlecht. Die Republik will genau das, was Day niemals als
Opfer bringen wird: seinen Bruder Eden.

 

Doch seine Krankheit hängt wie ein
Damoklesschwert über ihm – ebenso die immer näher rückenden feindlichen
Truppen. Es wird Zeit, zum Ursprung zurückzukehren.
Wie lange musste ich nach der
schockierenden Neuigkeit am Ende von Band 2 warten, bis es endlich weitergeht!
Zu lange, um „Legend – Berstende Sterne“ ungelesen liegen zu lassen.
Schon mit den ersten Seiten aus Days
Perspektive erwischte mich wieder der altbekannte Sog, mit dem Marie Lu mich in
ihren Bann zog.
Acht Monate sind vergangen, seit sich
Day und June auf Wiedersehen gesagt haben und Day denkt ständig an sie. June
ergeht es nicht anders. An der Seite von Anden wird sie jedoch mit einer
tragischen Wendung konfrontiert, aus der es nur einen Ausweg zu geben scheint:
Sie muss ihre Beziehung zu Day ausnutzen, was ihr zutiefst missfällt.
Die Hauptcharaktere sind mir im Laufe
der Trilogie so sehr ans Herz gewachsen, dass ich die gesamte Geschichte über
mit ihnen mitfiebern musste. Die Emotionen waren insbesondere in Days
Perspektive absolut authentisch. Nicht nur der physische Schmerz und der
Verlauf seiner Erkrankung, sondern auch die emotionale Pein, mit der er sich
selbstgeißelt, indem er das, was er am meisten liebt, versucht von sich zu
stoßen. Diese Mauern bröckeln immer stärker, bis er selbst zulässt, zu
empfinden.
Die Beziehung der beiden stand nie
unter einem neutralen Stern. Zu vieles ist geschehen, über das man hinwegfinden
muss, was Days Gegenpart oftmals Probleme bereitet. June, kalkulierend und
abschätzend wie eh und je, wird von ihren Gefühlen überrollt, als sie von Days
Diagnose erfährt. Doch sie ist ebenso bereit zu kämpfen – und bringt ein
wahnsinnig großes Opfer.
Marie Lu hat ihrem schon von Beginn an
so fesselnden Zukunftsszenario noch eins drauf gesetzt. In Band 2 lernte ich
die „Staatsform“ der Kolonien kennen, im Trilogie-Abschluss konfrontierte sie
mich mit einer weiteren Gesellschaftsform, die jedoch gleich ebenso kritisch
hinterfragt wird wie der Rest.
Durch die stets präsente Bedrohung der Angriffe und Days verschlimmerten
Krankheitszustand baute Marie Lu eine Grundspannung auf, die – in einzelnen
Szenen zu Spannungsspitzen aufgebaut – ein Unterbrechen unmöglich machten.

 

Der Showdown gleicht dann einer
Höllenfahrt. Die Autorin reizte die Dramatik der Momente bis aufs Äußerste aus,
ehe sie dem Leser Erholung gönnte und die Geschichte von zwei Legenden zu einem
für dieses Paar perfekten Abschluss brachte. Ein Ende, das die Charaktere noch
einmal in ihrer Besonderheit unterstreicht.
Marie Lu holt in „Legend – Berstende
Sterne“
noch einmal alles aus ihrem Weltentwurf heraus. Emotionen, Dramatik und
Spannung bis zur letzten Seite sorgen für ein mehr als nur gelungenes Finale,
das nicht weniger als 5 Bücher verdient hat.

 

Wer gerne Dystopien liest, sich dabei
nicht nur auf eine „neue Welt“ beschränken möchte und dabei auf fantastische
Charaktere nicht verzichten will, sollte unbedingt zum Auftakt der Reihe
„Legend – Fallender Himmel“ greifen. Ihr werdet es nicht bereuen.
1. Legend – Fallender Himmel (Rezension)
2. Legend – Schwelender Sturm (Rezension)
3. Legend – Berstende Sterne

12 KOMMENTARE

  1. Na hab ich es nicht gesagt? Hab ich zu viel versprochen? Ne oder? 😀
    Ich fand den Abschluss auch ganz großartig und einfach passend. Anders hätte es nicht enden können.

  2. Das Buch habe ich auch noch vor mir und es wird in meinem Urlaub auf jeden Fall weggelesen 😉 Ich freue mich schon darauf und nach dieser Rezi noch viel viel mehr.

    LG Jessi

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