♀ Von der Idee zum fertigen Text (Mara Laue) [Rezension]

Bildquelle und Infos vom Verlag gibt es hier.
Kaufen: 

Nach den ersten erklärenden sowie
motivierenden Worten stellt die Autorin Mara Laue die Herangehensweise vor, wie
ein belletristischer Text verfasst wird. Beginnend mit der Ideenfindung und den
ersten Fragen zur eigenen Idee. Es folgt die Kategorisierung des geplanten
Textes und die jeweilige Eigenschaft (Kurzgeschichte, Roman und Co.), ehe es
ernst wird: die Ausarbeitung des Plots, skizzieren von Protagonist und
Antagonist, dem zentralen Konflikt und Überlegungen zu den Plotpoints.
Neben Logik und der Beleuchtung
oftmaliger (Anfänger-)Fehler ist ein guter Anfang wichtig für eine gute
Geschichte. Die Autorin erläutert wichtige Faktoren und Stilmittel, ehe sie in
die Welt der Perspektiven einführt und gängige Fehler aufzeigt.
Nach dem Plotten, den Charakteren und
der Perspektivwahl geht es über das allseits bekannte „Show, don’t tell“ zum
Setting des Romans. Auch hier gibt es einige Dos and Donts, ebenso bei der
Recherche zur eigenen Story.
Nachdem Mara Laue über Stile und
Stilblüten erzählt, über den Weg zum „eigenen Stil“ berichtet, gibt es einen
Bruch im Buch und es geht weiter mit dem, was NACH der Vollendung der
Geschichte passiert. Von Exposé, Kurzinhalt und Genrebestimmung findet der
interessierte Leser auch „Insider-Tipps“, wie ein Lektorat abläuft.
Nach den letzten allgemeinen Tipps
endet „Von der Idee zum fertigen Text“.
Zahlreiche Übungen am Ende eines jeden
Kapitels vertiefen die eigene Schreibpraxis und verhelfen zu einer gewissen
Routine. Jedoch auch durch das „nur Lesen“ gibt der Ratgeber einige
Informationen preis, die für ein (hoffentlich) besseres Verständnis für „gute“
(spannende…) Bücher sorgen. Zahlreiche Text- und Buchbeispiele untermauern die
einzelnen Punkte.

Die Autorin richtet zu Beginn ihr Wort an die Leser und erläutert, wie dieser
Schreibratgeber entstanden ist und an welche Genre-Autoren er sich
hauptsächlich richtet. Das meiste ist jedoch allgemein gehalten und kann auch
auf andere Genres projiziert werden.

Interessant sind die Einblicke in die
eigene (Schreib-)Welt der Autorin, die offen mit vergangenen Anfängerfehlern
umgeht und die zukünftigen Autoren vor Enttäuschungen warnt, indem sie Fakten
aufzählt, die für die Ablehnung des eigenen Manuskripts sorgen könnten.
Ich persönlich konnte mir den ein oder
anderen Tipp, eine Erklärung oder Hilfestellung aus Mara Laues Beispielen
herausziehen, jedoch muss sich der potentielle Leser bewusst sein, dass Mara
Laue „das Rad nicht neu erfinden“ kann. Daher empfehle ich es insbesondere
jenen, die sich mit all den oben genannten Themen noch nicht näher befasst
haben. Jedoch auch alle anderen haben mit „von der Idee zum fertigen Text“
einen kleinen Führer zur Hand, eine Zusammenfassung all jener Informationen,
die man sich vielleicht mühevoll im Internet zusammengesucht hat, der jederzeit
griffbereit auf dem Schreibtisch liegt, um den ein oder anderen Denkanstoß zu
geben.

Knappe 5 Bücher für diesen
Schreibratgeber.
Ich empfehle allen, vor dem Kauf in
die Leseprobe hineinzulesen, insbesondere das Vorwort der Autorin. Danach
sollte jeder selbst einschätzen können, ob man diese Tipps für sich nutzen
kann.

Hier erfahrt ihr mehr über unser Bewertungssystem.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here