♀ Ewiglich 03 – Die Liebe (Brodi Ashton) [Rezension]

Cole hat Nikki zu einer Ewiglichen
gemacht und ihr Oberweltherz mitgenommen.
Doch warum kann Nikki Jack küssen,
ohne seine Energie zu rauben? Sie kann keine Ewigliche sein, oder?
Aber warum wird sie dann immer schwächer und schwächer?
Cole erklärt Nikki, dass sie sich von ihm nähren muss und dass sie – sobald er
sie nicht mehr versorgen kann – eine „richtige Nährung“ durchlaufen müsse – es
sei denn, sie würde die Königin werden, die sich vom Ewigseits selbst ernährt.
Nach diesem wahren Schockmoment kurz
vor Ende des zweiten Bandes brannte ich auf den Abschluss der
„Ewiglich“-Trilogie.
Mit einem kurzen Kapitel „vor zwei
Wochen“ schaffte die Autorin einen kurzen Übergang von Band 2 zu Band 3 und
brachte so die aktuellen Geschehnisse wieder in mein Gedächtnis. Ehe sie das
Damoklesschwert über die Liebe von Jack und Nikki hängt: Nikki wird immer
schwächer, kann sich jedoch nicht von Jack nähren – der seinerseits das
Ewigseits auch nicht ohne bleibende Spuren verlassen hat.
Die beiden wollen den Kompass, Nikkis
Oberweltherz, zerstören, um ihre Wandlung zur Ewiglichen zu umgehen. Doch Cole
ist den beiden immer einen Schritt voraus.
Zeit, wieder zu dem ursprünglichen
Plan zurückzukehren – der Vernichtung des Ewigseits.
Schnell hatte mich Brodi Ashton wieder
gefangen. Das drohende Ende einer Liebe, die so vieles mitmachen musste, lässt
den Leser automatisch mitfiebern. Und auch wenn mir am Ende von Band 2 meine
Sympathien für Cole an den Kopf geworfen wurden, regten sich doch auch in diesem
Teil wieder Hoffnungen in diese Richtung. Spätestens bei den Nährungen, bei
denen Nikki Erinnerungen von Cole in sich aufnimmt. Erinnerungen, die teilweise
mit ihr zu tun haben. So wirbt die Autorin erneut für den Badboy, der mit
seiner Art und seinen Sprüchen die Leichtigkeit von „ewiglich“ so sehr
beeinflusst hatte.
Doch plötzlich ist Cole wie vom
Erdboden verschluckt – und Nikkis Albträume werden realer als zuvor.
Auch dieser letzte Teil prickelt vor
Spannung über die alles überragende Bedrohung. Zahlreiche Überraschungsmomente,
unerwartete Wendungen und neue Bedrohungen machten es mir unmöglich, das Buch
zur Seite zu legen. Doch leider schlichen sich auch ereignislose Szenen ein,
die den Lesespaß etwas trübten. Was vielleicht auch an dem „veränderten
Charakter“ von Cole
liegen könnte, der in den Vorgängern nun mal mein Favorit
war. Dadurch fieberte ich nicht mehr nur um die Hauptcharaktere, sondern auch
um meinen Sympathieträger Cole.
Über zahlreiche Hindernisse hinweg,
Verrat, Rückschläge und Enttäuschung, begleitete ich Nikki und Co. in Richtung
Showdown. Aus diesem holte Brodi Ashton dann nochmal alles heraus.
Das Ende selbst ging mir dann beinahe
zu schnell, um die Emotionen nicht nur zu lesen, sondern auch zu fühlen und
mich von den Charakteren nach dieser langen gemeinsamen Zeit zu verabschieden.
Aber da die emotionale Distanz im gesamten Buch recht groß war, fiel das nicht
weiter auf.
Der Abschluss der „Ewiglich“-Trilogie
ist eine Mischung aus purer Spannung und zähen Episoden. Zahlreiche
Hindernisse, neue mythische Einflechtungen und ein dramatischer Showdown ließen
mich über Letzteres und dem schnellen Ende etwas hinwegsehen. 4 Bücher für „Ewiglich
– die Liebe“
.
Wer eine etwas andere Lovestory sucht, einer Prise Mythologie nicht abgeneigt
ist, Überraschungsmomente liebt und Taten der Charaktere nicht immer
voraussehen will, sollte sich die „Ewiglich“-Trilogie unbedingt genauer
anschauen.

 

1. Ewiglich – die Sehnsucht (Rezension)
2. Ewiglich – die Hoffnung (Rezension)
3. Ewiglich – die Liebe

20 KOMMENTARE

  1. Interessant zu sehen, dass es nicht nur mir so ging. Das Ende war viiiel zu schnell abgehandelt und ach mensch, warum musste Cole hier so anders sein 🙁 Deine Rezi könnte ich genau so unterschreiben, denn dein Eindruck deckt sich genau mit meinem.
    Schade, aber nicht jeder kann seine Trilogie so bombastisch zu Ende führen wie z.B. Beth Revis oder Marie Lu. Was viellicht auch daran lag, dass es ja ursprünglich überhaupt nur ein Buch werden sollte.

    • Die Geschichte hätte eindeutig eine gute Portion alten Cole nötig gehabt 🙁
      Fand es so schade 🙁

      Aria & Perry hat ebenfalls ein so geniales Ende bekommen <3 das hätte ewiglich auch verdient.

      Wusste gar nicht, dass es ursprünglich ein Stand-Alone sein sollte 😮

      Liebe Grüße

      Steffi

  2. Mir hat es ein bisschen weniger gut gefallen. Ich fand die erste Hälfte ziemlich zäh und langgezogen. In der zweiten Hälfte passiert zwar endlich etwas, aber da hatte ich dann schon das Gefühl, die Autorin versucht zu viel bzw, zu schnell alles abzuarbeiten. Aber mir hat das Ende auch sehr gefallen. Vor allem die letzten beiden Sätze machen einfach Gänsehaut! 😀

  3. Richtig tolle Rezi 🙂
    Band 1 hab ich schon gelesen und fand ihn gut 🙂 mal gucken, wann ich dazu komme, die anderen beiden Teile zu lesen 🙂

  4. Halli hallo

    Wie schon bei Facebook geschrieben ging es mir ähnlich wie Jan, dazu kam dann noch diese Distanz zu allen drei Charakteren so dass es die Autorin wirklich sehr schwer mit mir hatte 😉
    Auch den Schreibstil empfand ich plötzlich als mmmm… irgndwie plump und einfallslos.

    Gegen Ende dreht sie dann nochmal so richtig auf, aber irgendwie war mir das zu spät, deshalb gab es von mir 3,4 Sterne

    Liebe Grüsse
    Bea

    • Empfandest du den Stil denn so anders als in Teil 1 und 2?
      Von der Erinnerung her hat das für mich gepasst (und so wäre die Autorin ihrem Stil treu geblieben und nur wir haben uns verändert?)

      Ich könnte am meisten über Cole jammern – der hat den zweiten Teil zu einem Highlight gemacht :'(

    • Es war nicht der Stil an sich sondern mir fielen einfach zwischendurch immer wieder so eintönige Sätze auf. So ähnlich wie Kinder in der zweiten oder dritten Klasse Aufsätze schreiben.
      Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung ob das bei den Vorgängern auch schon so war?
      Aber manchmal hat man ja so einen Tick beim Lesen und ich bringe das dann oft nicht mehr aus meinen Kopf, weisst du was ich meine??

  5. Ich war ja eigentlich selbst überrascht, aber ich fand diesen Abschluss einfach perfekt. Ich hatte irgendwie keine Distanz zu den Figuren und zähe Stellen habe ich auch nicht gefunden. Dass Cole zwischendrin verschwunden war, fand ich sehr gelungen, weil es die Bedrohlichkeit noch ein bisschen verstärkt hat. Einzig wie er dann zurückgekommen ist, hat mir zuerst nicht ganz gefallen, weil ich das Gefühl hatte, die Autorin will sich jetzt doch noch einen "neuen" Cole zusammenschummeln.

    Am Ende war ich dann aber mit der Lösung für ihn zufrieden. Dass es nicht anders kommen kann, habe ich nach dem zweiten Band eigentlich erwartet – wie hätte die Dreiecksgeschichte sonst aufgelöst werden sollen? "Gewinnen" konnte er nach seiner List am Ende von Band 2 nicht mehr. Deswegen hatte ich immer ein bisschen "Angst" vor dem letzten Band, weil ich Cole eben auch so mochte, aber nachdem er Nikkis Herz gestohlen hatte, nicht davon ausgegangen bin, dass er den letzten Band überstehen kann. Dass an ein, zwei Stellen noch einmal auch die Einsamkeit als seine Motivation ins Spiel kam und Ashe noch einmal eine Rolle spielte, machte seinen Abschied für mich dann glaubwürdig.

    • So empfand ich mit dem neuen Cole auch. Vielleicht fanden ihn viele "zu sympathisch" und es hätte "Probleme" bei einer Entscheidung gegeben. Mit dem veränderten Cole war eine solche einfacher…
      Freut mich, dass es dich komplett begeistern konnte. So rum ist ja eher selten der Fall 🙂

      Ich wünsch dir einen schönen Sonntag!

      Liebe Grüße

      Steffi

  6. Ich war leider voll enttäscht 🙁 Cole war die Enttäuschung schlechthin. Und ich fand die Lösung viel zu simpel. Ich meine, mittel Google mal schnell eine ganze Dimension zerstören? Ich weiß ja nicht… Und mir kam der Schreibstil auch anders vor.

    • Über Cole hab ich mich auch geärgert… Aber wie Sarah weiter oben schreibt: Es wäre VIEL SCHLIMMER hätten wir ihn noch länger geliebt und wären dann mit diesem Ende konfrontiert worden :'(

  7. Hey Steffi

    Lange habe ich diesen dritten Band herausgezögert, denn als bekennender Cole-Fan habe ich ja schon befürchtet, dass der blasse Jack 'gewinnen' wird. Dass dieser dann aber noch zum kitschigen Hulk verkommt, hätte ich nicht geahnt ….
    Tja, du siehst, ich habe es nun auch geschafft, das Buch zu lesen und ich muss sagen, dass ich es recht schnell gelesen hatte. Bei der Rezension musste ich aufpassen, dass ich objektiv blieb, denn nur weil ich für Cole war, heisst das ja nicht, dass das Buch nicht gut ist …. seine Entwicklung auf jeden Fall überhaupt nicht gefallen …. aber das muss ich dir ja nicht sagen. Und das Ende …. tja, das soll wohl alle versöhnlich stimmen ….

    lg Favola

    • Ich bin ja auch nahezu von Anfang an auf Coles Seite gewesen, er ist einfach der coolere Typ 🙂
      Aber das kann man ja schlecht als negativen Aspekt nehmen, wenn einem die Wahl nicht passt, die die Autorin genommen hat >.< Daher war für mich eine Beurteilung auch sehr schwer 🙁

      Liebe Grüße

      Steffi

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