♀ Zehn Mal Fantastische Weihnachten (Kurzgeschichtensammlung div. Impress-Autoren) [Rezension]

10 Kurzgeschichten zu den
verschiedenen Welten der Impress-Autoren
Nach einer kurzen Einführung der
Programmchefin von Impress überflog ich die Liste der zehn beteiligten Autoren.
Neun davon weiblich…
Da es sich um selbständige
Kurzgeschichten handelt, musste ich nicht „der Reihe nach“ lesen, sondern
konnte die für mich interessantesten Geschichten nacheinander herauspicken.
Über meine Favoriten gibt’s ein paar
Sätze zu lesen:
Santa Karl von Mara Lang
„Der Puls von Jandur“ ist die einzige
„richtige“ Geschichte, die ich von einem der beteiligten Autoren gelesen habe.
Daher war ich sehr neugierig, inwiefern Mara Lang das Weihnachtsfest in unserer
Splitterwelt mit Jandur vereinbart.
Was herauskam, war unterhaltsam und
macht Lust auf den zweiten Teil der Dilogie.
Die Squirra Lith soll für einen neuen
Auftrag in unsere Welt. Dort trifft sie auf einen seltsamen Mann, der sich ihr
als Karl, heute Santa Karl, vorstellt und der ein Faible für Rot zu haben
scheint. Von oben bis unten in Rot gekleidet, mit langem weißen Bart, scheint
der Typ nicht ganz bei Sinnen zu sein. Bis Lith jedoch seine Wirkung auf die
Kinder und Erwachsenen sieht, denen die beiden auf dem Weihnachtsmarkt
begegnen. Dieses „Weihnachten“ scheint viele Gefühle hervorzurufen, fühlt Lith
mit ihrer Sqirra-Fähigkeit. Welche zahlreichen Facetten dieses Fest hat und
welche Rolle Lith dabei aufgedrängt wird, müsst ihr selbst herausfinden.

Fazit:
Humorvoller Lesespaß mit dem besonderen Blick eines „Außenstehenden“ auf
Weihnachten.
Wein-Nachten von Jennifer Jäger
Ich habe „Traumlos“ nicht gelesen,
konnte mir aber allein aufgrund dieser kurzen Geschichte ein Bild über die
Hintergründe der von Jennifer Jäger entwickelten Welt und ihrer Charaktere
machen.
Macy, die Freundin der Protagonistin
Hailey, gerät an altertümliche Papierstücke, auf denen Geschichten aus einer
alten Zeit erzählt werden. Geschichten von einem Fest, das „Wein-Nachten“
genannt wurde. Macy möchte dieses Fest gerne feiern, inklusive Wein-Baum und
Geschenken.
Die Autorin hat den weihnachtlichen
Aspekt wunderbar in ihre Welt getragen, durch die anfänglich falsche Betonung
des Festes wurde die Geschichte humorvoll, bringt später dennoch die wahren „weihnachtlichen
Gefühle“ rüber.

Fazit:
Humor und das richtige Gefühl für Weihnachten ganz toll verknüpft.
Ein Geschenk für Felicity von Sandra
Regnier
Ich gebe zu, ich habe Pan trotz aller
Lobeshymnen nicht gelesen, obwohl es auf meinem iPad liegt… Dazu sei aber auch
erwähnt, dass ich etwas anderes erwartet habe (fragt mich nicht, woher die
Meinung kommt). Aber diese Kurzgeschichte konnte mich auf Sandra Regniers
Geschichte neugierig machen wie nie zuvor.
Lee befindet sich im Jahr 1799. Er
soll ein Attentat auf Napoleon verhindern. Der Leser lernt kurz die Person
selbst und seine Fähigkeiten kennen, erfährt auch schon Details über die „Prophezeiung“,
die soviel ich weiß in dem ersten Pan-Band thematisiert wird. Insofern gehe ich
davon aus, dass die Geschichte davor spielt.
Aber nicht nur der Auftrag spielt eine
Rolle in dieser Weihnachtsgeschichte. Denn wir wechseln ein ums andere Mal die Perspektive
und die Zeit und erleben einen Weihnachtsabend bei Felicity. Sandra Regnier hat
geschichtliche Aspekte genauso eingebaut wie das Weihnachtsfest an sich, stellte
ihre Charaktere und ihre Beziehungen kurz vor und macht somit eindeutig Lust
auf die Trilogie.
Fazit: Fantastische Charaktere und ein
Blick auf ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk – macht definitiv Lust auf
mehr!
Koboldmagie von Katjana May
Ich habe Falkenmagie der Autorin nicht
gelesen und weiß nicht, ob es sich bei „Koboldmagie“ in irgendeiner Form um
eine zusätzliche Geschichte oder um eine alleinstehende Kurzgeschichte handelt.
Beim Suchen der Weihnachtsdekoration
auf dem Dachboden trifft Laura auf Birk. Birk ist ein Kobold und aufgrund
seiner Koboldmagie kann nur Laura ihn sehen. Birk ist allein, seine gesamte
Sippe hat ihn zurückgelassen.
Kurz erzählt die Autorin die „Geschichte
der Kobolde“ und wie sie aufgrund der Veränderungen der Menschen langsam
verschwunden sind. Das bringt Laura auf eine Idee. Doch was im ersten Moment
nach einer schlimmen Konsequenz aussieht, stellt sich später als das beste Weihnachtsgeschenk
überhaupt heraus.
Fazit: Mit dieser Geschichte hat
Katjana May die Stimmung von Weihnachten wunderbar aufgefangen.
Was mir insgesamt aufgefallen ist,
dass nicht jeder der „Weihnachtsgeschichten“ mit Weihnachten zu tun hat.
Beispielsweise „Wintermond“ von Lars Schütz oder „Die gestohlene Engelschronik“
von Natalie Luca haben mit Weihnachten nichts zu tun. Letzteres war für mich im
Übrigen kaum zu verstehen, da ich die richtige Geschichte dazu nicht kenne.
Auch in Cathy McAllisters „Achterbahn
der Gefühle“
ist Weihnachten lediglich ein Zeitpunkt. Die Geschichte kam mir im
Übrigen zu gewollt vor, die Emotionen wirkten übertrieben und nicht
nachvollziehbar.
„Gingings größter Weihnachtswunsch“
hingegen zielt auf das klassische „Weihnachts-Happy-End“ ab und hat mir auch
sehr gut gefallen, wenngleich ich von dieser kurzen Stippvisite in die Welt voller
Zauberer und Trollbusse, Wichtel und Feen beinahe überrumpelt war.
Teresa Sporrer zielt mit ihrem „Rockstar
unterm Weihnachtsbaum“
ebenfalls auf dieses Gefühl ab, hat mir aber wieder
einmal gezeigt, dass ich und Contemporary-Geschichten keine Freunde werden.
Zusätzlich zu dem Gefühl kam ich mit der Sprache und einigen der Ausdrücke
nicht zurecht.
Jennifer Wolfs „Craciun fericit“ war
für mich ebenfalls zu umgangssprachlich, hier fühlte ich mich zusätzlich so
sehr an „Sookie Stackhouse“ erinnert, dass ich das Weihnachtliche nicht
genießen konnte.

 

Lesefluss-störend war auch die
Vielzahl an Rechtschreib-/Wortfehlern, die teilweise in den Geschichten
steckten. Aber wer sich daran nicht aufhängt, wird trotzdem seine Freude haben.
Ich habe klare Favoriten unter den
gelesenen Geschichten, die für mich eindeutig 5 Bücher verdient hätten. Dann
gab es welche, unter deren Aufsatz ganz klar stehen würde: Thema verfehlt, weil
sie Weihnachten entweder gar nicht oder nur als gewählten Zeitpunkt erwähnen.
Im Großen und Ganzen hatte ich aber
Spaß beim Lesen und konnte mir einen kleinen Überblick über die
Geschichten der Autoren verschaffen.
Mein Fazit daraus: Erstens sollte ich
bald einmal „Pan“ lesen und zweitens hoffe ich, dass ich bald wieder etwas aus
Jandur höre…

 

Im Schnitt gibt es wohl knappe 4
Bücher
für „Zehn Mal Fantastische Weihnachten“.

6 KOMMENTARE

  1. Guten Morgen!

    Mir ging es bei den Geschichten größtenteils wie dir. Ich habe insgesamt sogar nur 3 Sterne vergeben, weil sich eben oft nicht das weihnachtsfeeling einstellen wollte.

    «Koboldmagie» ist übrigens eine eigenständige Kurzgeschichte und hat nichts mit falkenmagie zu tun.

    Liebe Grüße
    Janina

    • Ich habe bei der Bewertung die Geschichten ein wenig ausgeblendet, die ich eigentlich so nie gelesen hätte…
      Koboldmagie war eigentlich eine davon, aber die fand ich sogar richtig klasse. Insgesamt fiel es mir sehr schwer, zu bewerten 🙁

      Liebe Grüße

      Steffi

  2. Endlich mal eine Rezension dazu, die sehr gut die Eindrücke wiedergibt! Ich weiß jetzt, dass ich wohl nichts damit anfangen kann…klingt nach einer bunten Mischung wie bei den Bohnen von Harry Potter xD Manche schmecken und andere nicht…aber ich glaube, bei mir würde das "Nicht" dann doch überwiegen, mich würden nämlich nur Jennifer Jäger und Teresa Sporrer interessieren. Pan habe ich auch nicht gelesen, trotz dem "Hype", weil es mich einfach nicht anpricht 😛 Jedenfalls eine sehr gute Rezension ^^

    • Genau das, Tanja 🙂
      Jennys Geschichte war toll, mit der Rockstarsache hab ich es ja nicht ganz so meins, daher fand ich das recht 'langweilig', aber so geht mir das ja bei Contemporary immer, daher kann ich da nicht wirklich eine Aussage dazu treffen 🙂

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