♀ Angelfire – Auf den Schwingen des Bösen (Courtney Allison Moulton) [Rezension]

„Ein dämonischer Reaper wollte gern
ein Valentins-Date mit mir und hatte dann seine verrückte Exfreundin
umgebracht, um mir das Leben zu retten. Morgen würde ich losgehen und mir was
gegen Psychosen besorgen.“
(S. 133)
„Es war so schwer für mich, ihn jeden
Tag zu sehen und mich nach ihm zu verzehren, doch dabei hatte ich ganz
vergessen, dass er das Gleiche empfand wie ich. Es war so schmerzlich für uns,
getrennt zu sein, doch ich fragte mich, ob wir jemals stark genug sein würden,
um zusammen zu sein.“

 

(S. 149)

 

Die Probleme der Preliatin Ellie
reißen nicht ab. Erst Angriffe von Nycteriden, mächtigen dämonischen Reapern,
die die Preliatin lebend an Bastian ausliefern sollen. Dann taucht auch noch
Cadan mitten am Tag in der Schule auf – eine Warnung im Gepäck – und benimmt
sich sehr merkwürdig und nicht ganz dämonenhaft.
Zu allem Übel hält Will an seiner
Meinung über die Unantastbarkeit eines Erzengels fest.
Auch mit der himmlischen Unterstützung
von Marcus und Ava scheint nicht alles in Ordnung zu sein. Ist Ava wirklich
das, wofür sie alle halten? Oder trüben Ellies Gefühle für Will ihre
Einschätzungsfähigkeit? Das Team macht sich auf die Suche nach einer Reliquie,
die Bastian helfen soll, den geborgenen Enshi zu befreien. Die Antworten, die
Ellie findet, sind anders als erhofft. Und dabei geht das Übel erst richtig
los…

 

 

Der erste Band von Frau Moultons
„Angelfire“-Trilogie hat mich positiv überrascht. So war das Lesen der
Fortsetzung natürlich Pflicht und ich war sehr gespannt, wie es mit Ellie und
Will weitergeht.
Recht schnell befindet sich der Leser
wieder mitten in dämonischen, actionreichen Kämpfen, die die Autorin wieder
fantastisch ausgearbeitet hat. Wie auch im Rest des Buches trifft sie den
perfekten Punkt zwischen detaillierter und ausufernder Beschreibungen, was ihr
gesamtes Setting sehr real und vorstellbar macht.
Die Protagonistin Ellie befindet sich
in diesem Band auf einer emotionalen Achterbahnfahrt. Sie wagt die
Gratwanderung zwischen ihrer Bestimmung als Preliatin und dem Leben des
Menschenmädchens Ellie. Kapitel für Kapitel überschnitten sich diese zwei
Personen mehr und mehr und Ellie schafft es nicht, das Preliatinnen-Dasein aus
ihrem normalen Leben herauszuhalten. Ein einschneidendes Erlebnis stürzt sie in
ein tiefes Loch mit schockierenden Folgen, aus dem sie nur ihr Beschützer
herausholen kann.
Will hat sich in seiner Art, seiner
Liebe und Hingabe kaum verändert. Auf mich wirkte er lange etwas unbesonnen,
was seine Handlungen angeht. Dieser Umstand wird aber aufgeklärt und führt
Ellie und Will in eine weitere Runde im Kampf um ihre Liebe.
Denn seit Will Ellies wahres Ich kennt
geht er auf Distanz – zumindest bis beide es nicht mehr aushalten und wieder
aufeinander zugehen – bis das Gewissen erneut die Überhand gewinnt.
So tragisch-romantisch sich das auch
anhören mag – mein Fall war es nicht. Umso erfreuter war ich über jeden
Auftritt von Bastians Gefolgsmann Cadan:
Im Gegensatz zu Will ist er humorvoll,
waghalsig, zeigt Emotionen, ohne sich danach sofort wieder zu verschließen. Die
Dialoge zwischen Ellie und Cadan waren einfach fantastisch humorvoll. Auch wenn
Cadan ein dämonischer Reaper ist, weiß er – wie auch schon in Band 1 – welche
Konsequenzen manchen Aktionen folgen und trifft freie Entscheidungen. Und er
konnte mich nicht nur mit seinen Handlungen überraschen. Mein absoluter
Lieblingscharakter.
„Angelfire – Auf den Schwingen des
Bösen“ ist in zwei Teile untergliedert. Liegt in Teil 1 das Hauptaugenmerk auf
der Beziehung der Protagonistin, ging es in Teil 2 actionreich und von
Überraschungen geprägt voller Spannung zur Sache. Ich konnte nicht anders, als
das ein oder andere Mal ungläubig einen Absatz zu wiederholen, weil ich nicht
fassen konnte, was Frau Moulton getan hatte. Das Ende ist zum Schreien und Davonlaufen
und so kann ich nur auf ein baldiges Erscheinen des Trilogie-Finales hoffen.

 

 

Frau Moulton kann auch mit „Auf den
Schwingen des Bösen“
das Niveau des ersten „Angelfire“-Bandes halten. Hatte die
erste Hälfte des Buches noch ein paar Längen und war von einem emotionalen Hin
und Her der Charaktere geprägt, wartete die zweite Hälfte mit Spannung,
überraschenden Wendungen und actionreichen Szenen auf und wurde zum Pageturner
schlechthin. In Summe ergibt das 4 Bücher für Ellie und Will.
Ein Must-Read für Fans des ersten
Bandes. Wer Ellie und Will noch nicht kennt, sollte dies dringend nachholen und
sich mit der Preliatin und ihrem Beschützer in den Kampf um die Welt und das
Verhindern der Apokalypse stürzen – es wird euch gefallen!

 

1.
Meine
Seele gehört dir (Rezension)
2.
Auf
den Schwingen des Bösen
3.
Englischer
Titel: Shadows in the Silence

 

6 KOMMENTARE

  1. Ach richtig, da war ja was, das wollte ich mir ja noch kaufen 🙂 Aber vielleicht warte ich einfach ab, bis auch Band 3 auf Deutsch raus ist, dann brauch ich nicht auf den Abschluss zu warten. 🙂

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