♀ Mythos Academy 03 – Frostherz (Jennifer Estep) [Rezension]

„Für einen Moment konnte ich nicht
sprechen, mich nicht bewegen, nicht einmal denken. Es gab nichts außer der Wut,
die jede Zelle meines Körpers erfüllte. Schließlich zwang ich die Worte durch
die zusammengebissenen Zähne.
„Sie ist es“, murmelte ich. „Das
Schnittermädchen. Lokis Champion. Das ist sie, direkt dort vor uns.“
Das Mädchen, das meine Mom getötet
hatte.“
(S. 36)

 

 

Eigentlich sollte es nur ein
Museumsbesuch für den Unterricht werden. Aber plötzlich stehen Gwen, Daphne und
Carson einer Horde Schnitter gegenüber – und dem Schnittermädchen, das Gwens
Mutter getötet hatte: Lokis Champion, versteckt hinter einer Maske des
Schelmengottes. Und auch sie hat eine besondere Waffe: Lucretia, Vics
weibliches Gegenstück.
Während des Kampfes verliert das
Schnittermädchen etwas: einen Zettel, der sich als Lageplan des Museums der
Altertümer herausstellt. Doch etwas stimmt nicht mit den „Erinnerungen“ des
Papiers, die Gwen mit ihrer Gypsygabe wahrnimmt.
Dennoch muss sie als Nikes Champion
dafür sorgen, dass der Helheim-Dolch nicht in die Hände der Schnitter gerät und
diese damit Loki befreien. Doch wie soll Gwen das alles schaffen?
Denn die Identität des Schnittermädchens bleibt ein Geheimnis…

 

 

Zurück auf Mythos und schon nach
wenigen Seiten fühlte ich mich, als wäre ich nie weg gewesen. Die Autorin legt
ein ordentliches Tempo vor und so fand ich mich gleich zu Beginn mitten im
Kampf gegen Schnitter des Chaos.
Im Anschluss daran ließ es Frau Estep
aber wieder ruhiger angehen und legte ihren Schwerpunkt oftmals auf die
Gefühlslage von Gwen. Nach dem Kampf im Museum wird Logan quasi als Held
gefeiert, von kleinen Mädchen angehimmelt und um Autogramme gebeten. Und so
nagt die Eifersucht an Gwen, noch bevor die beiden über „die Sache“ vor den
Ferien sprechen konnten. Aber auch Savannah macht ihr Sorgen. Die Bösartigkeit,
die von Logans Ex zu Gwen schwappt, nimmt schier bedrohliche Ausmaße an. Und
ein ums andere Mal schleicht sich die Vermutung in Gwens Kopf, dass Savannah das
Schnittermädchen sein könnte. Doch darüber hinaus geschieht etwas mit Gwen. Sie
lernt ihre Gabe mehr und mehr in ganz anderem Maße kennen als bisher. Ob die
Art und Weise, wie sie diese verwendet, ihrer Göttin gefallen wird? Gwens
Zweifel, die richtige Wahl als Champion gewesen
zu sein, werden größer und größer.
Man sollte meinen, mit Logan und Gwen
würde es nach der Aussprache endlich zu einem guten Ende kommen. Aber das wäre
ja zu einfach. Stets springen den beiden neue Hindernisse in den Weg, die unüberwindbar
scheinen, mich aber teilweise den Kopf schütteln ließen und oftmals den
Gedanken aufblitzen ließen: Nun habt euch nicht so!
Gwens Walkürenfreundin Daphne machte
in „Frostherz“ einige Veränderungen durch. Während des Kampfes brach ihre
Walkürengabe aus. Mit dieser ist sie alles andere als zufrieden und so
verändert sie sich – und distanziert sich von Gwen, die sie eben in dieser Zeit
so dringend gebraucht hätte.
Nach der anfänglichen Spannung und der
Ruhe danach stieg der Spannungsbogen langsam aber stetig immer weiter bis zum
Höhepunkt und Showdown. Die große Offenbarung war wie gewohnt nicht ganz so
unvorhersehbar, denn Frau Estep hat wieder sehr viele „kleine Hinweise“
eingebaut, die für mich einem Wink mit dem Zaunpfahl glichen.
Der Schreibstil ist ebenso locker und
flüssig wie in den Vorgängerbänden, auch erzählt Gwen weiterhin die Geschichte
in Ich-Perspektive/Vergangenheit.
Was „Frostherz“ aber von den
vorherigen Mythos-Academy-Büchern unterscheidet: Es findet ein bandübergreifender
Höhepunkt statt, der die Neugierde auf die Nachfolger beinahe unerträglich
macht. So findet sich am Ende zwar kein direkter Cliffhanger, aber ein großer
Schrei nach einer baldigen Fortsetzung.

 

 

„Mythos Academy“ ist und bleibt
lockere Unterhaltung für Zwischendurch. Im Gegensatz zu den Vorgängern bietet
„Frostherz“ aber sehr viel Action und Kampf und auch sehr viel Geschehnisse.
Für diese deutliche Steigerung gibt es erstmals knappe 4 Bücher für Gwen Frost.
Ein klares Must-Read für die Fans der
Vorgänger. Die Serie insgesamt ist eine absolute Empfehlung für Fans von Göttern
aller Art, die nach einer kurzweiligen Unterhaltung suchen.

 

1.
Frostkuss (Rezension)
2.
Frostfluch (Rezension)
3.
Frostherz
4.
englischer
Titel
: Crimson Frost
5.
englischer
Titel
: Midnight Frost

 

(Erscheinungsdatum: Juli 2013)

 

6.
ohne
Titel
(Erscheinungsdatum:
unbekannt)

14 KOMMENTARE

  1. Ich hab bisher leider nur Teil 1 der Mythos Academy gelesen. Werde aber die anderen beiden auch noch lesen, da mir Teil 1 schon ziemlich gut gefallen hat. 🙂
    Tolle Rezension <3

  2. Ein kleiner Hinweis,bei euren Buchinformationen habt ihr euch vertippt, da steht steht 2 und nicht 3 😉
    Irgendwann will ich die auch mal lesen 🙂
    Lg Bea

  3. Ach, das ist auch so eine lange Reihe? Ich finde ja schon, dass die interessant aussehen, aber im Augenblick habe ich überhaupt keine Lust mich auf Reihen mit mehr als 3-4 Bänden einzulassen. Bei den Reihen habe ich auch immer öfter das Gefühl, dass sie zu sehr in die Länge gezogen werden und überhaupt keine komplexe Einzelhandlung mehr haben.
    Wie ist das denn bei der? Ist das vom Handlungsfortschritt eher zu vergleichen mit Harry Potter, wo in jedem Band ein Jahr mit abgeschlossener Handlung passiert, oder eher wie House of Night – ein paar Tage und nichts beendet?

    • Eher Letzteres… zwar nicht nur Tage, sondern auch mal Wochen, aber nicht länger – schließt alles nahtlos aneinander 🙂
      Dann wohl eher nichts für dich, oder?

      Ich weiß gar nicht, warum du im Spam-Ordner gelandet bist? 🙁

  4. Nun ich habe gerade zu Ostern den ersten Teil geschenkt bekommen "Frostkuss".

    Gut zu Wissen, dass es da noch mehr Teile gibt.
    Danke für die Info dazu.

    LG..starone…

  5. Warum, haben das alle schon gelesen, nur ich nicht?! 😀
    Irgendwann bist du mein "Frostherz", irgendwann… 😉
    Oh man, ich freu mich schon drauf es irgendwann zu lesen! 🙂

    Liebe Grüße
    Rubin:)

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