☺ Das magische Trio 01 – Geister im alten Gemäuer (Andrea Tillmanns) [Rezension]

Judith hat Halluzinationen. Ihre
vielbeschäftigten Eltern schieben es auf die wenige Zeit, in denen Judith
Bezugspersonen um sich hat und schicken sie in ein Internat.
Schon am ersten Schultag macht die
Lehrerin Frau Schwingel eine merkwürdige Entdeckung: Judith wurde am selben Tag
wie Sarah und Marie geboren: am 30.04.
Bei einer Ausgrabung auf dem
Schulgelände sieht Marie etwas. Es gleicht heißer, aufsteigender Luft, fühlt
sich aber eiskalt an. Von den anderen Kindern wird Judith ausgelacht, Sarah und
Marie halten aber zu ihrer neuen Freundin.
Und das Trio bekommt Unterstützung aus
ungeahnter Richtung: Frau Schwingel erzählt den Mädels von ihren scheinbaren
Fähigkeiten und der Prophezeiung, aus der hervorgeht, dass 3 in der
Walpurgisnacht Geborene Großes bewerkstelligen werden.

 

Und der Kampf gegen die Erscheinung aus der Ausgrabungsstelle ist erst der
Anfang.

 

Während des Lesens hatte ich mehrere
Déja-vus. „Das magische Trio“ ist das typische „Academy-Buch“. Mädchen kommt an
Internat/Schule, Mädchen ist besonders, usw.
Der große Unterschied war hier nur,
dass der Schwerpunkt „gutaussehender Junge“ etwas an den Rand gerückt wird. Und
das hat einen Grund: „Das magische Trio“ hat eine Altersempfehlung ab 10.
Dementsprechend leicht ist der Schreibstil der Autorin Andrea Tillmanns.
Altersgerecht steigert sie langsam die
Spannung, nachdem sich die Charaktere zusammen gefunden haben. Sie animiert die
Jungleser gekonnt zum Miträtseln, indem sie die Charaktere ihre Gedanken
teilweise nicht zu Ende denken ließ.
Trotz des einfachen Stils ist die
Erzählweise der Autorin nicht primitiv oder gewollt jugendlich. Sie erzählt auf
unkomplizierte und direkte Art im personalem Erzählstil aus Judiths
Perspektive. So bekommt der Leser die Gefühle und Gedanken der Protagonistin
mit, ohne auf die (für Kinder gewohnte) Dritte Person zu verzichten. Viel
wörtliche Rede lockert den Text zusätzlich auf und macht das Lesen einfacher.
Die Protagonistinnen sind
junglersertauglich gezeichnet und sprechen mit ihren unterschiedlichen
Charakterzügen jeden an. Die Mädchen sind auf der Suche nach ihrem „Talent“ und
Zug um Zug entdecken sie, dass dahinter sogar noch mehr steckt.
Die magischen Fähigkeiten
Geistersehen, Telekinese und Erstarrung der Zeit sind für mich als Lesejunkie
nichts Neues, für die ersten magischen Academy-Erfahrungen aber sicher
beeindruckend. Gepaart mit der altersgerechten Spannung und dem entsprechenden
Schreibstil erhält „Das magische Trio – Geister im alten Gemäuer“ volle 5
Spielsachen
von uns.

2 KOMMENTARE

    • Also ich lese ja jeden Tag genügend Kinderbücher (halt immer dieselben), mittlerweile brauche ich das glaub zur Auflockerung 🙂

      Und das hat sowas von TKKG meets Fantasy 🙂 steht zwar Hanni und Nanni drauf, aber das mochte ich nicht so 😀

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